HAKA
Ethobox

Die Ethobox besteht mit je einer Sauen- und Ferkelkiste sowie dem „Außenbereich“ aus drei getrennten Klimabereichen. Die beiden wärmegedämmten Kisten dienen Sau bzw. Ferkel als Liege- und Säugebereich. Über eine Öffnung sind die Bereiche miteinander verbunden. Streifenvorhänge an den Öffnungen gewährleisten eine möglichst strikte Trennung der einzelnen Bereiche. So herrschen in den „Klimakammern“ die jeweils für Sau und Ferkel optimalen Temperaturen.
Kot-, Aktivitäts- und Fressbereich befinden sich außerhalb der Kisten und können entweder voll perforiert oder plan befestigt werden. Die Entmistung erfolgt dem entsprechend als Flüssigmist- oder Festmistverfahren. Da den Tieren mit den wärmegedämmten Kisten ein bestens klimatisierter Liegebereich zur Verfügung steht, ist dieser Bereich unbeheizt und nur wenig gedämmt. Die Stallhülle ist daher als Kaltstall mit einer Querlüftung ausgeführt, wodurch sich die Baukosten erheblich verringern. Minustemperaturen im Stall werden durch Folienrollos oder verschiebbare Doppelstegplatten vermieden. Der Betreuungsgang kann wahlweise perforiert oder planbefestigt sein.
Da sich die Sau zur Geburt instinktiv in die Sauenkiste zurückzieht und sich so selbst „ethologisch fixiert“, ist eine permanente Fixierung der Sau, z.B. durch einen Kastenstand, nicht erforderlich. Eine vorübergehende Fixierung der Sau bei Tierbehandlungen oder zur Geburtshilfe ist trotzdem problemlos möglich. Dies geschieht durch Öffnen und Verriegeln der Buchtentüren. Die Tierkontrolle erfolgt im Winter durch Öffnen der Kistendeckel bzw. im Sommer durch die aufgeklappten Deckel.
Erdrückungsverluste werden, wie Untersuchungen der Universität Hohenheim belegen, dank einer neuartigen Abliegehilfe wirkungsvoll verhindert.
Als Fütterungssystem eignen sich Hand-, Trocken- oder Flüssigfütterung in gleicher Weise. Besonders in Verbindung mit Kipptrögen und durch die gangnahe Anordnung der Tröge ist das Fütterungs- und Trogmanagement sehr effektiv und rationell durchführbar.